Leipzig 2012 - one family

Sachsens Sommerbiathleten für Leipzig 2012- eine breite Unterstützung der olympischen Idee ist im gesamten Sächsischen Schützenbund zu finden.

Der Sächsische Schützenbund unterstützt die Bewerbung der Stadt Leipzig um die Ausrichtung der XXX. Olympischen und XIV. Paralympischen Spiele 2012.

www.leipzig2012.de

Leipzig 2012 - Beschluss des Präsidiums des SSB

Das Präsidium des Sächsischen Schützenbundes hat sich zu seiner Beratung am 07. Dezember 2001 grundsätzlich mit der Frage der Bewerbung der Stadt Leipzig um die Ausrichtung der XXX. Olympischen und XIV. Paralympischen Spiele 2012 beschäftigt und nachfolgenden Beschluss gefasst:

Grundsatzbeschluss:

  1. Das Präsidium des Sächsischen Schützenbundes unterstützt nachhaltig die Bewerbung der Stadt Leipzig im Städteverbund mit Dresden, Chemnitz und Riesa um die Ausrichtung der XXX. Olympischen und XIV. Paralympischen Spiele 2012.
  2. Der Sächsische Schützenbund sichert zu, im Rahmen seiner Möglichkeiten diese Bewerbung zu unterstützen.

Beschluss zum Austragungsort:

  1. Das Präsidium des SSB spricht sich für eine Ausrichtung olympischer Schießwettbewerbe in der Stadt Leipzig aus.
  2. Vorbehaltlich der Ergebnisse eine detaillierten Prüfung der Sportstätten und Anforderungen durch das IOC/ ISSF spricht sich das Präsidium für die nachfolgende Sportstättennutzung aus:
    Gewehr, Pistole, Laufende Scheibe = Leipziger Schützenhof
    Flinte = Neubauprojekt (möglich Gröbern)

"Olympiabewerbung 2012 ist Impuls für die Jugendarbeit"

Josef Ambacher (Foto: Deutscher Schützenbund)

NOK-Präsidiumsmitglied und DSB-Präsident Josef Ambacher im Gespräch

Deutscher Schützenbund- Wiesbaden, 06.11.01 - Das Nationale Olympische Komitee für Deutschland (NOK) hat auf seiner Mitgliederversammlung am vergangenen Wochenende einstimmig einer deutschen Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2012 zugestimmt. Im Präsidium des NOK ist mit Josef Ambacher als Schatzmeister der Präsident des Deutschen Schützenbundes vertreten. Mit ihm sprachen wir über die Konsequenzen der Entscheidung von Hamburg im folgenden Interview:

"Herr Ambacher, das NOK hat einer deutschen Bewerbung für 2012 zugestimmt. Welche Auswirkungen hat diese Entscheidung für das Sportschießen in Deutschland ?"
"Wenn die überwiegende Mehrheit unserer Bevölkerung diese Olympiabewerbung mitträgt, lässt dies natürlich auch die 1,6 Millionen Mitglieder des Deutschen Schützenbundes nicht kalt. Ich hoffe, dass die Schützen diese Bewerbung tatkräftig unterstützen, wo auch immer sie dazu in der Lage sind. Die Möglichkeit, Olympische Spiele im eigenen Land veranstalten zu können, kann zum Beispiel ein bedeutender Impuls für unsere Jugendarbeit sein, denn die Schützen, die in neun Jahren auf dem olympischen Treppchen stehen, sind heute noch Schüler und Jugendliche. Bei unserem Treffen in Hamburg habe ich auch sofort mit der Vorsitzenden der Sportministerkonferenz, der saarländischen Ministerin für Inneres und Sport, Annegret Kramp-Karrenbauer, über einige Themen diesbezüglich gesprochen."

"Um welche Themenbereiche ging es dabei ganz konkret ?"
"Sie wissen, im Augenblick läuft die politische Diskussion um das neue Waffenrecht. Ein ganz wichtiger Punkt ist das Eintrittsalter zum Schießsport, das im Augenblick bei zwölf Jahren liegt und nach Ansicht einiger Politiker an dieser Schwelle auch bleiben soll. Ich habe Frau Kramp-Karrenbauer erläutern können, dass der Deutsche Schützenbund nicht gewillt ist, im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit bei Olympischen Spielen hinter anderen Nationen her zu hinken, weil man bei uns erst mit zwölf und nicht schon mit zehn Jahren mit dem Sportschießen anfangen darf. Hier werden mögliche sportliche Erfolge zunichte gemacht, weil man viel zu spät mit der gezielten Förderung von Talenten beginnen kann. Die Ministerin zeigte sich meinen Argumenten sehr aufgeschlossen und wird diesen Punkt in der nächsten Sportministerkonferenz noch einmal einbringen, wobei sie ihren bayerischen Kollegen Beckstein, der diese Problematik bestens kennt, auf ihrer Seite weiß. Wir müssen, um zukünftig Medaillenchancen zu haben, im gleichen Alter anfangen dürfen, wie es andere europäische Länder auch können."

"Wie kann der Deutsche Schützenbund zunächst jetzt einmal die nationalen Bewerberstädte bzw. Bewerberregionen unterstützen ?"
"Die Geschäftsführung des Deutschen Schützenbundes ist von mir beauftragt worden, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Schießsport Verband (ISSF), die Unterlagen zusammen zu stellen, die die Bewerber benötigen, um eine olympiareife Schießanlage zu errichten. Hier gibt es normierte Vorgaben zu Sicherheit, zur Größe der Anlage etc. Diese Unterlagen werden dann den einzelnen Bewerbern frühzeitig zur Verfügung gestellt. Natürlich stehen wir auch gerne mit Sachverständigen für den Schießstättenbau beratend zur Seite, wenn es gewünscht wird."

"Wie wird sich der DSB im Vorfeld der nationalen Wahl verhalten, da die Bundesgeschäftsstelle in Wiesbaden in einer Bewerberregion liegt ? Hat dies irgendeinen Einfluss ?"
"Dieses hat, so denke ich, keinen Einfluss. Wir werden im Vorfeld der Wahl uns an die strikte Neutralität halten. Wir sind ein Bundesverband und könnten auch in Leipzig, Hamburg oder im Ruhrgebiet sitzen. Wir werden alle, die bei uns anfragen, auf gleiche Weise bedienen."

"Was sind für Sie als Mitglied des NOK-Präsidiums bei einer Bewerbung die wichtigsten Kriterien und worauf werden Sie ein besonderes Augenmerk legen ?"
"Zunächst einmal steht meine persönliche Beurteilung nicht so sehr im Vordergrund, weil wir gemeinsam im Team zusammenarbeiten. Es wird im Augenblick seitens des NOK eine Kommission gebildet, die diese Bewerbungsunterlagen saldiert und prüft. Natürlich werden später bei der Abstimmung bei einigen Mitgliedern die heimatlichen Befindlichkeiten eine Rolle spielen. Wenn jemand aus Hamburg, Stuttgart oder Frankfurt kommt, wird er vermutlich eher geneigt sein, für diese Städte zu stimmen als andere, aber ich habe es dabei als Person Josef Ambacher ein wenig einfacher, weil Bayern nicht mit im Rennen ist."

"Was wünschen Sie sich dann für die im Jahre 2003 vom NOK gewählte deutsche Bewerberstadt oder -region ?"
"Wir gehen davon aus, dass sich die beste Bewerbung letztendlich durchsetzen wird und dann sollten wir alle hinter dieser Stadt oder Region stehen. Es kann ja nur einer gewinnen und es wird daher - so wie es im Augenblick aussieht - fünf zweite Sieger geben. Alle Bewerber haben sicherlich gute Ideen und werden sich interessant präsentieren. Welche Kriterien am Ende den endgültigen Ausschlag geben werden, vermag ich heute noch nicht abzuschätzen. Aber wenn die Bewerberstädte jetzt im Vorwahlkampf fair miteinander umgehen, könnten diese heutigen Konkurrenten dann nach der Wahl im günstigsten Fall auch ihr Wissen dem gewählten deutschen Vertreter zur Verfügung stellen, damit sich dieser auf internationaler Bühne optimal darstellen kann. Das würde ich mir zumindest wünschen."

"Sie haben den internationalen Wettbewerb schon angesprochen. Welche Chancen hat denn Ihrer Ansicht nach die deutsche Bewerbung im Jahre 2005 ?"
"Es ist natürlich völlig spekulativ, darüber etwas zu sagen, vor allem, wenn wir an die schwierigen politischen Rahmenbedingungen denken, die uns ja heute schon größte Sorgen bereiten, daher werde ich zu keinen Prognosen Stellung nehmen. Ich denke, dass nach der endgültigen Wahl, die höchsten Repräsentanten unseres Landes auf ihren Terminen im In- und Ausland für die deutsche Olympiastadt werben werden. Wenn Sie nur einmal daran denken, dass bei der Asienreise von Bundeskanzler Gerhard Schröder vor ein paar Tagen zum Beispiel auch IOC-Mitglied Dr. Thomas Bach mit von der Partie war, in Peking im Hinblick auf die Spiele 2008 Gespräche mit wichtigen Vertretern von Politik, Wirtschaft und Sport geführt und mit Sicherheit dabei auch unsere Interessen immer im Auge hat, so ist dies ein Beispiel dafür, dass wir natürlich schon heute an die zukünftige Entwicklung denken. NOK-Präsident Prof. Walther Tröger ist ebenfalls permanent auf höchster Ebene tätig, um im internationalen Bereich für ein positives sportpolitisches Klima zu sorgen und alle diese Mosaiksteinchen werden neben einer hoffentlich überzeugenden Präsentation dazu beitragen, dass die deutsche Bewerberstadt bzw. -region in vier Jahren, wenn es im IOC zur Entscheidung kommen wird, ein gutes Wahlergebnis erzielt."