Landessportprogramm des Sächsischen Schützenbundes

Abweichende Disziplinen der Landesverbände im Deutschen Schützenbund e. V.- Liste B (komplett mit den Disziplinen aller Landesverbände, Bescheid BVA 19.02.2015)
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Abweichende Disziplinen der Landesverbände im Deutschen Schützenbund e. V.- Liste B (Auszug, nur Disziplinen des Sächsischen Schützenbundes, Bescheid BVA vom 15.02.2017)
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Abweichende Disziplinen der Landesverbände im Deutschen Schützenbund e. V.- Liste B (Bescheid BVA vom 07.06.2016)
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Landessportprogramm des Sächsischen Schützenbundes
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Rechtlicher Bezug:
Das Waffengesetz (WaffG) definiert in § 15 Schießsportverbände und schießsportliche Vereine. Danach wird „(1) als Schießsportverband im Sinne dieses Gesetzes ... ein überörtlicher Zusammenschluss schießsportlicher Vereine anerkannt, der... den sportlichen Betrieb in den Vereinen auf der Grundlage einer genehmigten Schießsportordnung organisiert...“ (6) Sportliches Schießen liegt dann vor, wenn nach festen Regeln einer genehmigten Sportordnung geschossen wird....“. Ergänzend werden wesentliche Bedingungen für Schießsportordnungen in § 5 der Allgemeinen Waffengesetz- Verordnung (AWaffV) vom 27.10.2003 benannt.

Lt. § 2.1 der Satzung des Sächsischen Schützenbundes ist u. a. der „Zweck des SSB ... die Pflege und Förderung des olympischen Schießsportes im Leistungssport sowie des Wettkampf- und Breitensportes in anderen Disziplinen des Sportschießens“ und „die Durchführung von Wettkämpfen und Meisterschaften auf der Grundlage einheitlicher Regeln (Sportordnung des DSB, Landessportprogramm)“.

Das Landessportprogramm dient zur Klassifizierung bisher in der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes nicht enthaltener Disziplinen des sportlichen Schießens. Grundlage des Landessportprogramms entsprechend § 2.1 i. V. m. § 4.2 Satzung des SSB ist das Landessportprogramm des Sächsischen Schützenbundes in der Fassung vom 01.11.1998 sowie die Ergänzungen durch Beschluss des Gesamtvorstandes zum 01.01.2001, 22.11.2003 und des Präsidiums am 05.12.2003.


Sicherheitsbestimmungen:
Betreffs der Sicherheit finden die Bestimmungen der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes Regel 0.2 Anwendung.


Systematik:
Die Beschreibung der Disziplinen des Landessportprogramms erfolgt nach einer einheitlichen Systematik. Diese umfasst für jede Disziplin:

 

   (1)  Waffen nach
(1.1) Kaliber,
(1.2) Abzug und
(1.3) Zubehör
   (2)  Schäftung
   (3)  Visierung
   (4)  Gewehrriemen
   (5)  Munition
   (6)  Schießentfernung
   (7)  Scheiben
   (8)  Durchführung
   (9)  Auswertung
   (10)  Trefferbeobachtung
   (11)  Ergebnisgleichheit
   (12)  Störungen
   (13)  Waffenwechsel

Ggf. sind die Disziplinen des Landessportprogramms nach (1) Waffen bzw. (1.1) Kaliber weiter untergliedert.

Bei Disziplinen des Landessportprogramms, die nur in einzelnen Bedingungen von der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes abweichen (z. B. Schusszahl, Anschlag, u. dgl.) wird nur die abweichende Bedingung sowie der Regelbezug zur Sportordnung des Deutschen Schützenbundes benannt.


LP 1.01

Luftgewehr

LP 1.01.1

Waffen:

Luftgewehr im Kaliber 4,4 mm (Rundkugel)

LP 1.01.6

Schießentfernung:

4 m

 

Alle weiteren Festlegungen im Sinne der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes Regel 1.10.

 

 

LP 1.58

Ordonnanzgewehr

LP 1.58.8

Durchführung:

40 Schuss liegend

 

Alle weiteren Festlegungen im Sinne der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes, Regel 1.58.

 

 

LP 2.01

Großkaliberbüchse

LP 2.01.1

Waffen:

Einzellader und Mehrlader mit gezogenem Lauf, Originale und Replikas

LP 2.01.1.1

Kaliber:

größer als 8 mm

LP 2.01.1.2

Abzug:

beliebig, dem Original entsprechend

LP 2.01.1.3

Zubehör:

nur Originalzubehör, Flimmerband nicht gestattet

LP 2.01.2

Schäftung:

dem Original entsprechend, Handballenauflagen, verstellbare Schäfte bzw. Schaftkappen nicht erlaubt, Handstützen dem Original entsprechend

LP 2.01.3

Visierung:

offene Visierung bzw. Diopter, dem Original entsprechend

LP 2.01.4

Gewehrriemen:

muss nicht entfernt werden, aber nicht zur Stabilisierung des Anschlags gestattet

LP 2.01.5

Munition:

handelsüblich, auch selbstgeladen, Geschoss und Pulver beliebig, keine Wadcutter- Munition

LP 2.01.6

Schießentfernung:

100 m, auch geringere Entfernung möglich, Landesrekorde werden nur auf 100 m geführt

LP 2.01.7

Scheiben:

Gewehr 100 m 0.4.3.04

LP 2.01.8

Durchführung:

Probescheibe max. 5 Schuss in 5 min, Wertung 15 Schuss stehend in 15 min, bei der Meldung sind Waffentyp und Kaliber anzugeben

LP 2.01.9

Auswertung:

Der nächsthöhere Ring ist erreicht, wenn das Schussloch diesen sichtbar berührt.

LP 2.01.10

Trefferbeobachtung:

Es dürfen Fernrohre benutzt werden, Inanspruchnahme der Hilfe anderer Personen ist dem Schützen nicht erlaubt

LP 2.01.11

Ergebnisgleichheit:

Bei Ergebnisgleichheit ist der Schütze mit der größeren Anzahl Tref­fer im höheren Ring besser platziert. Besteht weiter Ergebnisgleich­heit, verliert der Schütze, dessen schlechtester Wertungsschuss am weitesten vom Zentrum entfernt ist.

LP 2.01.12

Störungen:

müssen während der regulären Schießzeit behoben werden

LP 2.01.13

Waffenwechsel:

während des Wettkampfprogramms nicht erlaubt

 

 

 

LP 2.02

Ordonnanzgewehr 2

LP 2.02.1

Waffen:

außer unter LP 2.04 zugelassene Einzel-, Mehr-, und Selbstlader, die bis 1945 als Ordonnanzwaffen eingeführt wurden, Originale und Replikas

LP 2.02.1.1

Kaliber:

größer als 8 mm, Replikas nur im Originalkaliber

LP 2.02.1.2

Abzug:

dem Original entsprechend

LP 2.02.1.3

Zubehör:

nur Originalzubehör, Flimmerband nicht gestattet

LP 2.02.2

Schäftung:

dem Original entsprechend, Handballenauflagen, verstellbare Schäfte, Handstützen nicht erlaubt

LP 2.02.3

Visierung:

offene Visierung, dem Original entsprechend, kein Diopter

LP 2.02.4

Gewehrriemen:

Trageriemen; muss mit beiden Enden an der Waffe befestigt sein, darf um den die Waffe haltenden Arm geschlungen werden

LP 2.02.5

Munition:

dem Original entsprechend, auch selbstgeladen, Geschossmaterial dem Original entsprechend

LP 2.02.6

Schießentfernung:

100 m, auch geringere Entfernung möglich, Landesrekorde werden nur auf 100 m geführt

LP 2.02.7

Scheiben:

Gewehr 100 m 0.4.3.04

LP 2.02.8

Durchführung:

Probescheibe max. 5 Schuss in 5 min, Wertung 15 Schuss liegend in 15 min, bei der Meldung sind Waffentyp und Kaliber anzugeben

LP 2.02.9

Auswertung:

Der höhere Ring wird gewertet, wenn das Schussloch 50% in diesem liegt

LP 2.02.10

Trefferbeobachtung:

es dürfen Fernrohre benutzt werden, Inanspruchnahme der Hilfe ande­rer Personen ist dem Schützen nicht erlaubt

LP 2.02.11

Ergebnisgleichheit:

Bei Ergebnisgleichheit ist der Schütze mit der größeren Anzahl Tref­fer im höheren Ring besser platziert. Besteht weiter Ergebnisgleich­heit, verliert der Schütze, dessen schlechtester Wertungsschuss am weitesten vom Zentrum entfernt ist.

LP 2.02.12

Störungen:

müssen während der regulären Schießzeit behoben werden

LP 2.02.13

Waffenwechsel:

während des Wettkampfprogramms nicht erlaubt

 

 

 

LP 2.03

Präzisionsgewehr

LP 2.03.1

Waffen:

Einzel-, Mehr- oder Selbstlader

LP 2.03.1.1

Kaliber:

beliebig, separate Wertung .22 lfB möglich

LP 2.03.1.2

Abzug:

beliebig

LP 2.03.1.3

Zubehör:

freigestellt, auch Zweibein

LP 2.03.2

Schäftung:

freigestellt

LP 2.03.3

Visierung:

beliebig

LP 2.03.4

Gewehrriemen:

freigestellt

LP 2.03.5

Munition:

handelsüblich bzw. selbstgeladen

LP 2.03.6

Schießentfernung:

300 m (auch möglich 100 m oder 50 m)

LP 2.03.7

Scheiben:

Gewehr 300m 0.4.3.05, Gewehr 100 m 0.4.3.04, Gewehr 50 m 0.4.3.03 (entspr. Schießentfernung)

LP 2.03.8

Durchführung:

Keine Probeschüsse, Wertung 15 Schuss liegend aufgelegt in 15 min; Die Auflage erfolgt an einer Stelle des Vorderschafts, es kann auch frei geschossen werden Über die Anzahl der Wertungsscheiben ent­scheidet der Veranstalter. Bei der Meldung sind Waffentyp und Kaliber anzugeben.

LP 2.03.9

Auswertung:

Der nächsthöhere Ring ist erreicht, wenn das Schussloch diesen sichtbar berührt.

LP 2.03.10

Trefferbeobachtung:

Es dürfen Fernrohre benutzt werden, Inanspruchnahme der Hilfe anderer Personen ist dem Schützen nicht erlaubt

LP 2.03.11

Ergebnisgleichheit:

Bei Ergebnisgleichheit ist der Schütze mit der größeren Anzahl Tref­fer in der Innenzehn bzw. im höheren Ring besser platziert. Besteht weiter Ergebnisgleichheit, verliert der Schütze, dessen schlechtester Wertungsschuss am weitesten vom Zentrum entfernt ist.

LP 2.03.12

Störungen:

müssen während der regulären Schießzeit behoben werden

LP 2.03.13

Waffenwechsel:

während des Wettkampfprogramms nicht erlaubt

 

 

LP 2.04

Unterhebel- und Vorderschaft- Repetier- Büchsen

LP 2.04.1

Waffen:

Unterhebel- und Vorderschaft- Repetier- Büchsen
a)      KK-Gewehre
b)      Großkalibergewehre

LP 2.04.1.1

Kaliber:

a)      .22 lfB
b)      ab Kaliber .30

LP 2.04.1.2

Abzug:

beliebig

LP 2.04.1.3

Zubehör:

nicht gestattet

LP 2.04.2

Schäftung:

original wie Jagdbüchse, Ordonnanzgewehr oder Sattelkarabiner

LP 2.04.3

Visierung:

offene Visierung, kein Diopter

LP 2.04.4

Gewehrriemen:

nicht gestattet

LP 2.04.5

Munition:

handelsüblich bzw. selbstgeladen

LP 2.04.6

Schießentfernung:

50 m (auch möglich 25 m)

LP 2.04.7

Scheiben:

Gewehr 100 m 0.4.3.04

LP 2.04.8

Durchführung:

Probescheibe 5 Schuss in 150 s; 1. Wertungsscheibe 3 Serien zu 5 Schuss in je 150 s, 2. Wertungsscheibe 3 Serien zu 5 Schuss in je 20 s, Stehendanschlag; Auf das Kommando "5 Schuss Laden" werden jeweils 5 Schuss geladen und ein Probeanschlag ausgeführt. Der Hinterschaft der Waffe befindet sich in Höhe der Hüfte des Schützen, der Lauf zeigt in Richtung Kugelfang. Wird bei der Abfrage "Sind Sie be­reit?"keine Störung angezeigt, erfolgt nach ca. 7 s der Startpfiff. Die Schützen beschießen ihre Scheibe mit 5 Schuss. Nach 150 s bzw. 20 s wird die Serie durch einen Pfiff beendet. Nach jeder Serie werden die Waffen mit geleertem Magazin, ausgeschwenktem Unterhebel bzw. offenem Verschluss und leerem Patronenlager abgelegt. Start- und Stop- Kommando können auch auf andere geeignete Weise gegeben werden. Nach Wettkampfende werden alle Waffen mit geöffnetem Verschluss abgestellt. Bei der Meldung sind Waffentyp und Kaliber anzugeben. Wenn vorhanden, können Dreh- oder Klappscheiben­anlagen verwendet werden.
Wenn ein Schütze eine Störung nicht während der Serie beseitigen kann, hat er dies mit Handzeichen zu melden und die Entscheidung des Kampfrichters abzuwarten. Für einen nach dem Schlusspfiff abge­gebenen Schuss wird dem Schützen der beste Schuss gestrichen. Gibt derselbe Schütze noch einen Schuss nach Ende einer Serie ab, wird er disqualifiziert. Das gilt auch, wenn ein Schütze anderweitig grob gegen die Sicherheitsbestimmungen verstößt. Gefährdet ein Schütze Anwesende, wird er vom weiteren Schießen ausgeschlossen (disqualifiziert). Ist eine Unterbrechung der Serie erforderlich, werden mehrere kurze Pfiffe abgegeben, bis das Schie­ßen eingestellt ist. In diesem Fall wird der 150 s - bzw. 20 s - Teil neu gestartet, soweit nicht alle Schützen 5 Schüsse in der letzten Serie abgegeben haben.

LP 2.04.9

Auswertung:

erfolgt am Schützenstand; Der nächsthöhere Ring ist erreicht, wenn das Schussloch diesen sichtbar berührt.

LP 2.04.10

Trefferbeobachtung:

es dürfen Fernrohre benutzt werden, Inanspruchnahme der Hilfe anderer Personen ist dem Schützen nicht erlaubt

LP 2.04.11

Ergebnisgleichheit:

Bei Ergebnisgleichheit auf den Medaillenrängen ist der Schütze mit der höheren Ringzahl in den 20 s - Serien besser platziert. Besteht weiter Ergebnisgleichheit, werden unter den ringgleichen Schützen solange 20 s - Serien geschossen, bis ein Sieger feststeht.

LP 2.04.12

Störungen:

müssen während der regulären Schießzeit behoben werden

LP 2.04.13

Waffenwechsel:

während des Wettkampfprogramms nicht erlaubt

 

 

 

LP 2.05

Selbstladebüchse

LP 2.05.1

Waffen:

Selbstladebüchse mit mindestens 5 Patronen Magazinkapazität
a)      KK-Gewehre
b)      Ordonnanzgewehre bis Einführungsjahr 1963
c)      freie Klasse

LP 2.05.1.1

Kaliber:

a)      .22 lfB
b)      Originalkaliber
c)      beliebig

LP 2.05.1.2

Abzug:

a)      beliebig

b)      dem Original entsprechend

c)      beliebig

LP 2.05.1.3

Zubehör:

a)      freigestellt 
b)      dem Original entsprechend
c)      freigestellt

LP 2.05.2

Schäftung:

a)      beliebig
b)      dem Original entsprechend
c)      beliebig

LP 2.05.3

Visierung:

a)      beliebig
b)      dem Original entsprechend, Lochkimme gestattet
c)      beliebig

LP 2.05.4

Gewehrriemen:

Trageriemen; muss mit beiden Enden an der Waffe befestigt sein, darf um den die Waffe haltenden Arm geschlungen werden

LP 2.05.5

Munition:

handelsüblich, auch selbstgeladen

LP 2.05.6

Schießentfernung:

a)      50 m
b)      100 m
c)      100 m
alle Kategorien je nach Stand auch andere Entfernungen

LP 2.05.7

Scheiben:

a)      Gewehr 50 m 0.4.3.03
b)      Gewehr 100 m 0.4.3.04
c)      Gewehr 100 m 0.4.3.04

LP 2.05.8

Durchführung:

Die Schützen nehmen den Anschlag liegend ein. Auf das Kommando "5 Schuss Laden" wird das Magazin mit 5 Schuss geladen und die Waffe Schuss­fertig gemacht. Magazine, die mehr als 5 Schuss fassen, sind dem Kampfrichter anzuzeigen. Nach einem Probeanschlag wird der Kolben auf den Boden abgesenkt. Es erfolgt die Abfrage "Sind sie bereit?". Meldet kein Schütze mit Handzeichen eine Störung, erfolgt nach ca. 7 s der Startpfiff. Die Schützen nehmen den Anschlag lie­gend frei ein und beschießen ihre Scheibe mit 5 Schuss. Nach 15 s (a) bzw. 35 s (b, c) wird die Serie mit einem Pfiff beendet. Es werden drei Serien (15 Schuss) geschossen. Start- und Stop- Kommando kön­nen auch auf andere geeignete Weise gegeben werden. Nach Abschluss jeder Serie kontrolliert der Kampfrichter, ob alle Magazine entnommen und/oder alle Verschlüsse offen und die Patronenlager frei sind. Nach Wettkampfende werden alle Waffen mit geöffnetem Verschluss abgestellt. Bei der Meldung sind Waffentyp und Kaliber anzugeben.
Wenn ein Schütze eine Störung nicht während der Serie beseitigen kann, hat er dies mit Handzeichen zu melden und die Entscheidung des Kampfrichters abzuwarten. Für einen nach dem Schlusspfiff abge­gebenen Schuss wird dem Schützen der beste Schuss gestrichen. Gibt derselbe Schütze noch einen Schuss nach Ende einer Serie ab, wird er disqualifiziert. Das gilt auch, wenn ein Schütze anderweitig grob gegen die Sicherheitsbestimmungen verstößt. Gefährdet ein Schüt­ze Anwesende, wird er vom weiteren Schießen ausgeschlossen (disqualifiziert). Ist eine Unterbrechung der Serie erforderlich, werden mehrere kurze Pfiffe abgegeben, bis das Schie­ßen eingestellt ist. In diesem Fall wird der Wettkampf neu gestartet, so­weit nicht alle Schützen 5 Schüsse in der letzten Serie abgegeben haben.

LP 2.05.9

Auswertung:

erfolgt am Schützenstand; Der nächsthöhere Ring ist erreicht, wenn das Schussloch diesen sichtbar berührt.

LP 2.05.10

Trefferbeobachtung:

ist mit Fernrohr nach Abschluss jeder Serie erlaubt

LP 2.05.11

Ergebnisgleichheit:

Bei Ergebnisgleichheit auf den Medaillenrängen ist der Schütze mit der höheren Ringzahl in der letzten Serie besser platziert. Besteht weitere Ergebnisgleichheit, werden unter den ringgleichen Schützen so­lange 35- bzw. 15 s - Serien geschossen, bis ein Sieger feststeht.

LP 2.05.12

Störungen:

müssen während der regulären Schießzeit behoben werden

LP 2.05.13

Waffenwechsel:

während des Wettkampfprogramms nicht erlaubt

 

 

 

LP 2.06

Praktische Flinte

LP 2.06.1

Waffen:

Selbstlade-, Repetier- und Kipplaufflinten, die jeweils in einer eigenen Kategorie gewertet werden

LP 2.06.1.1

Kaliber:

mindestens Kaliber 20, maximal Kaliber 8 (in der Regel Kaliber 12)

LP 2.06.1.2

Abzug:

freigestellt

LP 2.06.1.3

Zubehör:

freigestellt

LP 2.06.2

Schäftung:

freigestellt

LP 2.06.3

Visierung:

freigestellt

LP 2.06.4

Gewehrriemen:

nicht gestattet

LP 2.06.5

Munition:

Patronen mit Flintenlaufgeschoss; bei Munition für SL- und Re­pe­tier­flinten darf das Geschoss nicht über den Hülsenmund hinausragen

LP 2.06.6

Schießentfernung:

25 m (auch möglich 50 m)

LP 2.06.7

Scheiben:

2 x Gewehr 100 m 0.4.3.04 nebeneinander, Zentren ca. 1,5 m voneinander entfernt

LP 2.06.8

Durchführung:

Die Reihenfolge der Schützen wird ausgelost. Der Kampfrichter ruft den Schützen zum Start. Die Waffe ist gesichert, der Verschluss offen. Auf Kommando lädt der Schütze vier Patronen, schließt den Verschluss und sichert die Waffe, deren Schaft sich in Hüfthöhe befindet. Die Patronenfür alle Serien trägt der Schütze am Körper oder an der Waffe. Beim Kommando "Achtung" "Start" beginnt die Zeit­messung. Der Schütze nimmt den Stehendanschlag ein, entsichert und beschießt die erste Scheibe mit zwei Schuss, dann die zweite Scheibe mit zwei Schuss. Er geht in den Knieendanschlag, lädt selbständig und beschießt die erste, dann die zweite Scheibe mit je zwei Schuss. Beim letzten Schuss wird die Zeit gestoppt. Der Kampfrichter kontrolliert danach das Patronenlager und den offenbleibenden Verschluss der Waf­fe und rechnet nach Ansage der Treffer sofort den Serien­quotien­ten aus. Genauso verlaufen die anderen beiden Serien, nur dass bei der zweiten zuerst Knieend- dann Liegendanschlag, bei der dritten erst Liegend- dann Stehendanschlag eingenommen wird. Insgesamt umfasst der Wettkampf 24 Schuss, acht in jeder Serie. Beim Knieendan­schlagberührt mindestens ein Knie den Boden, Arme dürfen ihn nicht berühren. Der Liegendanschlag ist auch rücklings möglich. In kei­nem Fall darf sich ein Körperteil seitlich vor der Laufmündung be­fin­den, ansonsten erfolgt sofortige Disqualifikation, ebenso wenn her­un­tergefallene Patronen während der Serie aufgehoben werden oder Unsicherheiten im Umgang mit der Waffe auftreten. Die Mündung befindet sich ständig vor der Feuerlinie in Richtung Kugelfang. Nach Waffenkontrolle nach jeder Serie stellt der Schütze die Waffe mit ge­öffnetem Verschluss ab. Bei der Kipplaufflinte werden auf Komman­do zwei Patronen geladen, die übrigen einer Serie selbständig nach­geladen. In diesem Fall wird nur je eine Serie stehend – kniend und kniend - stehend geschossen (16 Schuss in zwei Serien zu acht Schuss). Bei der Meldung sind Waffentyp und Kaliber anzugeben.

LP 2.06.9

Auswertung:

Der höhere Ring wird gewertet, wenn das Schussloch 50% in diesem liegt. Die Zeit für eine Serie wird auf Zehntelsekunden auf- oder ab­ge­rundet. Die Ringzahl einer Serie wird durch die benötigte Zeit in Sekunden dividiert. Die Quotienten aller Serien werden addiert. Der Schütze mit der höchsten Summe ist Sieger.

LP 2.06.10

Trefferbeobachtung:

Trefferbeobachtung und Hilfe anderer Personen ist nicht erlaubt.

LP 2.06.11

Ergebnisgleichheit:

Bei Ergebnisgleichheit auf den Medaillenrängen wird in der ausgelosten Reihen­folge entsprechend der Durchführung solange je eine Stechserie geschossen, bis ein Sieger feststeht. Die Startreihenfolge wird beibehalten.

LP 2.06.12

Störungen:

Bei Waffen- oder Munitionsstörung wird die Serie mit 0 gewertet.

LP 2.06.13

Waffenwechsel:

Nicht erlaubt

 

 

 

LP 3.01

Historische Ordonnanzwaffen

 

Begriffsbestimmung „Ordonnanz“ (frz.) = Anordnung, Befehl, sinnverwandt auch mit militärischer Dienstvorschrift, Verordnung. Demgemäss sind als Ordonnanzwaffen lediglich solche Waffen zu bezeichnen, welche per Befehl/Verordnung offiziell in das Militär eingeführt und zur Nutzung vorgeschrieben sind. Diese Waffen verbleiben solange in militärischem Dienstgebrauch bis sie per Befehl/Verordnung durch ein(e) andere(s)/neue(s) Waffenfamilie /-modell als Ordonnanzwaffe abgelöst werden. D.h. selbstbeschaffte Waffen, soweit sie nicht dem ordonnanzgemäßen Modell entsprechen, sind somit eindeutig in den Bereich der zivilen Waffen einzuordnen.

LP 3.01.1

Waffen:

Ordonnanzpistolen und Revolver, welche zwischen 1900 und 1945 ordonnanzmäßig in deutschen Armeen oder Polizeieinheiten im Gebrauch waren,  Original, keine Replika

LP 3.01.1.1

Kaliber:

dem Original entsprechend

LP 3.01.1.2

Abzug:

dem Original entsprechend

LP 3.01.1.3

Zubehör:

kein

LP 3.01.2

Schäftung:

dem Original entsprechend

LP 3.01.3

Visierung:

dem Original entsprechend

LP 3.01.4

 

entfällt

LP 3.01.5

Munition:

dem Original entsprechend (handelsüblich, auch selbstgeladen)

LP 3.01.6

Schießentfernung:

Die Übung wird auf zwei Entfernungen geschossen und besteht aus zwei Durchgängen.
1. Durchgang   25m     5 Schuss Probe            2 x 5 Schuss Wertung
2. Durchgang   50m     keine Probe                 5 Schuss Wertung
Die Zeit ist unbegrenzt, Proteste müssen sofort angemeldet werden.

LP 3.01.7

Scheiben:

Es wird auf historisch nachempfundene Scheiben geschossen. Für die 25m Entfernung wird eine 12-er Ringscheibe verwendet. Die 12 hat einen Durchmesser von 10 cm und ist weiß. Die nachfolgenden Ringe sind jeweils 5 cm breit. Die 11 und die 10 sind schwarz. Die Kartongröße geht bis zur 8, in den Ecken  bis zur 6. Die Ringe sind quer durchnumeriert. Für die 50m Entfernung wird eine graue Scheibe 0,55m breit  und 1,80m hoch verwendet. Auf diese Scheibe wird ein  schwarzer Spiegel (05-Scheibe) ohne weißen Rand 40 cm von Oberkante zu Oberkante aufgeklebt. Vereine welche nicht über eine 50m Bahn verfügen, können die Scheibe für 25m verkleinern.

LP 3.01.8

Durchführung:

Alle anderen Schützen schießen in einer Wertungsklasse. Eine Trennung nach Kaliber gibt es nicht. Senioren über 60 Jahre und Damen werden getrennt gewertet.
Die Trefferanzeige erfolgt durch Ansagen an der Scheibe nach jeweils 5 Schuss.
Der Anschlag ist stehend, es darf nur einhändig geschossen werden. Senioren über 60 Jahre und Damen dürfen einhändig aufgelegt oder beidhändig schießen. Das Schießen mit Waffen, welche zum Schießen mit einem Anschlagschaft vorgesehen sind, wird gesondert gewertet. Diese Waffen sind nur mit einem Anschlagschaft zu Schießen. Handels-übliche Nachbildungen sind erlaubt, soweit sie dem Original entsprechen.

LP 3.01.9

Auswertung:

Wettbewerb 25 Meter- Die Treffer werden addiert. Es müssen alle 10 Schuss innerhalb des 8. Ringes liegen, dann ist die Übung erfüllt und der Schütze darf die zweite Übung auf 50m schießen.
Wettbewerb 50 Meter- Der Schütze muss mindestens drei Treffer auf der Scheibe haben, damit beide Übungen als erfüllt gelten können. Für die Platzierung zählt nur das Ergebnis der 10 Treffer auf 25m, wenn mindestens 3 Treffer auf 50 m erzielt wurden.

LP 3.01.10

Trefferbeobachtung:

Es dürfen Fernrohre benutzt werden, Inanspruchnahme der Hilfe anderer Personen ist dem Schützen nicht erlaubt

LP 3.01.11

Ergebnisgleichheit:

Bei Ringgleichheit entscheiden die Ringe auf der 25 m Scheibe über die Platzierung.

LP 3.01.12

Störungen:

müssen während der regulären Schießzeit behoben werden

LP 3.01.13

Waffenwechsel:

nicht erlaubt

 

 

 

LP 3.02

KK- Sportpistole

LP 3.02.8

Durchführung:

nur Präzisionsschießen lt. DSB- Sportordnung 2.40.2.1.1

 

Alle weiteren Festlegungen im Sinne der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes Regel2.40.

 

 

 

LP 3.03

Großkaliberpistole 2

LP 3.03.1

Waffen:

Großkaliberpistolen und -revolver im Originalzustand
a)      Selbstladepistolen
b)      Revolver

LP 3.03.1.1

Kaliber:

entsprechend dem Serienzustand der Originalwaffen

LP 3.03.1.2

Abzug:

beliebig, dem Original entsprechend

LP 3.03.1.3

Zubehör:

entfällt

LP 3.03.2

Schäftung:

dem Original entsprechend, Handballenauflagen u.ä. nicht erlaubt

LP 3.03.3

Visierung:

offene Visierung, dem Original entsprechend

LP 3.03.4

 

entfällt

LP 3.03.5

Munition:

waffentypisch, auch selbstgeladen, Geschoss und Pulver beliebig

LP 3.03.6

Schießentfernung:

25 m, auch geringere Entfernung möglich; Landesrekorde werden nur auf  25 m geführt.

LP 3.03.7

Scheiben:

Gewehr 100 m DSB 0.4.3.04

LP 3.03.8

Durchführung:

Probescheibe max. 5 Schuss in 150 s, 4x5 Schuss stehend in je 20 s; Ablauf, Sicherheit und Kommandos wie Großkaliberpistole DSB ohne Vorzählen; Es kann zweihändig geschossen werden. Bei der Meldung sind Waffentyp und Kaliber anzugeben.

LP 3.03.9

Auswertung:

Der nächsthöhere Ring ist erreicht, wenn das Schussloch ihn berührt.

LP 3.03.10

Trefferbeobachtung:

Es dürfen Fernrohre benutzt werden. Inanspruchnahme der Hilfe anderer Personen ist dem Schützen nicht erlaubt.

LP 3.03.11

Ergebnisgleichheit:

Bei Ergebnisgleichheit ist der Schütze mit der größeren Anzahl Tref­fer im höheren Ring besser platziert. Besteht weiter Ergebnisgleich­heit, werden 5 Schuss- Serien in je 10 s geschossen, bis die Gleichheit gebrochen ist.

LP 3.03.12

Störungen:

müssen während der regulären Schießzeit behoben werden

LP 3.03.13

Waffenwechsel:

während des Wettkampfprogramms bei nichtbehebbarer Waffenstörung erlaubt

 

 

 

LP 3.04

Ordonnanzpistole 2

LP3.04.1

Waffen:

Ordonnanzpistolen und -revolver im Originalzustand einschließlich zeitgenössischer Änderungen (Definition Punkt 0. der Disziplin 3.01) Die zeitliche und nationale Beschränkung entsprechend Regel LP 3.01 entfällt.
a)        Selbstladepistolen
b)        Revolver
c)        Pistolen und Revolver mit Anschlagschaft

LP3.04.1.1

Kaliber:

entsprechend dem Serienzustand der Originalwaffen

LP3.04.1.2

Abzug:

beliebig, dem Original entsprechend

LP3.04.1.3

Zubehör:

Revolver und Pistolen mit Anschlagschaft werden in einer gesonderten Kategorie geschossen

LP3.04.2

Schäftung:

dem Original entsprechend, Änderungen sind nicht erlaubt

LP3.04.3

Visierung:

offene Visierung, dem Original entsprechend

LP3.04.4

 

entfällt

LP3.04.5

Munition:

Patronen waffentypisch, auch selbstgeladen, Geschoss und Pulver beliebig

LP3.04.6

Schießentfernung:

25 m bzw. 50 m

LP3.04.7

Scheiben:

25 m: 12er Ringscheibe: 12er Ring 10 cm, Ringabstand 5 cm ; Größe bis 8er Ring, Ecken bis 6 er Ring; 50 m: DSB-Duellscheibe 0.4.3.22

LP3.04.8

Durchführung:

Probescheibe max. 5 Schuss in 5 min auf 12 Ringscheibe, Probeschüsse werden abgeklebt; 15 Wertungsschüsse, davon 10 Schuss auf 12er Ringscheibe 25 m in 10 min, Auswertung und evtl. Protest erfolgt sofort; 5 Schuss auf Duellscheibe 50 m in 5 min: Auswertung wie vorstehend; Steht kein 50 m – Stand zur Verfügung, sollte an Stelle der Duellscheibe die DSB-Präzisionsscheibe 0.4.3.04 verwendet werden. Für Sicherheit, Vorbereitung, Beginn und Ende des Schießens finden die Kommandos der DSB-Disziplin Großkaliberpistole Verwendung. Es wird einhändig geschossen.

LP3.04.9

Auswertung:

Der nächsthöhere Ring ist erreicht, wenn das Schussloch ihn berührt. Die Ringzahlen beider Scheiben werden addiert.

LP3.04.10

Trefferbeobachtung:

Es dürfen Fernrohre benutzt werden. Inanspruchnahme der Hilfe anderer Personen ist dem Schützen nicht erlaubt.

LP3.04.11

Ergebnisgleichheit:

Bei Ergebnisgleichheit entscheidet die Ringzahl auf 25 m.

LP3.04.12

Störungen:

müssen während der regulären Schießzeit behoben werden

LP3.04.13

Waffenwechsel:

während des Wettkampfprogramms bei nichtbehebbarer Waffenstörung erlaubt

 

 

 

LP 4.00

Westernschießen

 

Modernes Waffen- und Schießzubehör bzw. Schießkleidung sind nicht erlaubt. Schießbrillen sind zugelassen, Schutzbrillen (auch getönte) werden empfohlen. Mit der Schießbrille verbundene verstellbare Irisblenden dürfen nur in voll geöffnetem Zustand verwendet werden.

Die Punktzahlen aus 4.01 bis 4.04 können zu einer Gesamtwertung Westernschießen addiert werden. Ausgenommen sind dabei die Waffen nach 4.01 b), 4.02 b), 4.04 b). Diese können aber zusammen mit 4.03 in eine eigene Gesamtwertung eingehen.

 

 

 

LP 4.01

Long Range

LP 4.01.1

Waffen:

Originale Einzel- und Mehrladebüchsen, die vor 1900 entwickelt wurden sowie ihre Replikas
a)          Waffen für Einheitspatronen
b)          Waffen für Einheitspatronen mit nicht originalem Kaliber
c)          Waffen für Ladehülsen und Papierpatronen

LP 4.01.1.1

Kaliber:

ab 5,6 mm (.22)

LP 4.01.1.2

Abzug:

beliebig, dem Original entsprechend    

LP 4.01.1.3

Zubehör:

Flimmerband u.a. modernes Zubehör nicht erlaubt

LP 4.01.2

Schäftung:

dem Original entsprechend, keine Hakenkappen, Fingerauflagen  u.ä.

LP 4.01.3

Visierung:

vorbildentsprechend, zeitgenössische Diopter und Korntunnel bzw. Zielfernrohre erlaubt

LP 4.01.4

Riemen:

Büchsenriemen mit vorbildentsprechender Befestigung (Zweipunkt) erlaubt

LP 4.01.5

Munition:

vorbildentsprechend, Geschoss und Pulver beliebig, soweit zugelassen
a)          Hülsenlänge mindestens 50 mm
b)          Hülsenlänge freigestellt
c)          nur Schwarzpulver

LP 4.01.6

Schießentfernung:

soweit möglich 300 m, ansonsten 100 m oder 50 m

LP 4.01.7

Scheiben:

300 m  DSB 0.4.3.05,   100 m  DSB 0.4.3.04,   50 m  DSB 0.4.3.03
(Empfehlung); außer bei Meisterschaften können andere geeignete Scheiben ausgeschrieben werden.

LP 4.01.8

Durchführung:

Keine Probeschüsse; Wertung 15 Schuss liegend oder auf dem Boden sitzend frei (keine zusätzliche Auflage); Auf Ladekommando wird die Waffe geladen, die Mehrladeeinrichtung kann verwendet werden. Auf die Abfrage „Sind Sie bereit?“ erfolgt nach ca. 7 s der Startpfiff. Danach wird die Scheibe (bei Bedarf zwei Scheiben) mit 15 Schuss beschossen. Nach dem letzten Schuss (deutliches Handzeichen des Schützen) wird die Schießzeit gestoppt. Die Auswertung der Scheibe und evtl. Proteste erfolgen sofort. Die Ringzahl wird durch die Schießzeit in Sekunden dividiert. Der Schütze mit der höchsten so ermittelten Punktzahl ist Sieger. Die maximale Schießzeit beträgt 10 min.

LP 4.01.9

Auswertung:

Der nächsthöhere Ring ist erreicht, wenn das Schussloch zu 50 % in diesem liegt.

LP 4.01.10

Trefferbeobachtung:

Es dürfen Fernrohre benutzt werden. Die Hilfe anderer Personen ist dem Schützen nicht erlaubt.

LP 4.01.11

 

entfällt

LP 4.01.12

Störungen:

müssen während der Schießzeit behoben werden

LP 4.01.13

Waffenwechsel:

bei nicht behebbarer Störung erlaubt

 

 

 

LP 4.02 Unterhebel- Repetierer

LP 4.02.1

Waffen:

Originale Unterhebel- Repetier- Büchsen mit Röhrenmagazin, die vor 1900 entwickelt wurden sowie Replika
a)      Waffen für Kurzwaffenpatronen einschl. .44-40
b)      Kleinkaliberwaffen

LP 4.02.1.1

Kaliber:

a)      ab 9 mm
b)      .22 lfB

LP 4.02.1.2

Abzug:

beliebig, dem Original entsprechend    

LP 4.02.1.3

Zubehör:

Flimmerband u.a. modernes Zubehör nicht erlaubt

LP 4.02.2

Schäftung:

dem Original entsprechend

LP 4.02.3

Visierung:

vorbildentsprechend, zeitgenössische Diopter und Korntunnel erlaubt, keine Befestigung am Systemkasten

LP 4.02.4

Riemen:

nicht erlaubt

LP 4.02.5

Munition:

vorbildentsprechend, Geschoss und Pulver beliebig, soweit zugelassen
a)      Kurzwaffenpatronen ab 9 mm Kaliber
b)      Patronen .22 lfB

LP 4.02.6

Schießentfernung:

50 m bzw. 25 m

LP 4.02.7

Scheiben:

50 m  DSB 0.4.3.04,  25 m  DSB 0.4.3.03 (jeweils 10 schwarze Spiegel mit 10 cm Mindestabstand in beliebiger Anordnung, aber für alle Schützen gleich); außer bei Meisterschaften können andere geeignete Scheiben ausgeschrieben werden.

LP 4.02.8

Durchführung:

Keine Probeschüsse; Wertung 20 Schuss sitzend frei (Stuhl o.ä.); Auf Ladekommando wird die Waffe mit maximal 10 Schuss geladen. Das Spannen erfolgt erst nach dem Start! Der Schaft befindet sich in Hüfthöhe. Auf die Abfrage „Sind Sie bereit?“ erfolgt nach ca. 7 s der Startpfiff. Danach wird auf 50 m jede Scheibe mit einem Schuss beschossen. Nach dem letzten Schuss (deutliches Handzeichen des Schützen) wird die Schießzeit gestoppt. Die Auswertung der Scheiben und evtl. Proteste erfolgen sofort. Die Trefferzahl wird durch die Schießzeit in Sekunden dividiert uns die erreichte Punktzahl notiert. Die 25 m Serie läuft auf gleiche Weise ab. Der Schütze mit der höchsten Punktzahl aus beiden Serien ist Sieger. Die maximale Schießzeit beträgt je Serie 1 min.

LP 4.02.9

Auswertung:

Der Treffer zählt, wenn das Schussloch den Spiegel berührt. Je Spiegel zählt nur ein Treffer.

LP 4.02.10

Trefferbeobachtung:

entfällt

LP 4.02.11

Ergebnisgleichheit:

entfällt

LP 4.02.12

Störungen:

müssen während der Schießzeit behoben werden

LP 4.02.13

Waffenwechsel:

bei nicht behebbarer Störung nach 1. Serie erlaubt

 

 

LP 4.03

Western- Flinte

LP 4.03.1

Waffen:

Querflinten, Hahnspanner mit Doppelabzug, ohne oder mit abgeschaltetem Ejektor

LP 4.03.1.1

Kaliber:

ab 20

LP 4.03.1.2

Abzug:

Doppelabzug   

LP 4.03.1.3

Zubehör:

entfällt

LP 4.03.2

Schäftung:

dem Vorbild entsprechend

LP 4.03.3

Visierung:

zeitentsprechend, keine Kimme

LP 4.03.4

Riemen:

entfällt

LP 4.03.5

Munition:

12 Schrotpatronen und 6 Flintenlaufgeschosspatronen

LP 4.03.6

Schießentfernung:

Wurfscheibe bzw. Ringscheibe 25 m

LP 4.03.7

Scheiben:

12 Wurfscheiben; bei der Alternativvariante ist der Abstand so zu wählen, dass die Schrotgarbe nur eine Scheibe erfasst. 2x DSB 0.4.3.04, Mittenabstand ca. 1,5 m; außer bei Meisterschaften können andere geeignete Scheiben ausgeschrieben werden.

LP 4.03.8

Durchführung:

keine Probeschüsse; Stehendanschlag; 12 Wurfscheiben je nach verfügbarer Anlage nach entsprechender Regel, alternativ 12 bewegliche oder unbewegliche Wurfscheiben auf 25 m. Alternative Durchführung: Auf Ladekommando wird die Waffe geladen. Auf die Abfrage „Sind Sie bereit?“ erfolgt nach ca. 7 s der Startpfiff. Die Waffe wird erst jetzt gespannt, die Scheiben werden beschossen. Nachladen und Beschießen der restlichen Scheiben erfolgt selbständig. Nach dem letzten Schuss wird die Zeit gestoppt und der Serienquotient ausgerechnet. Die Waffe wird nach Serienende sofort geöffnet. Bei beiden Serien trägt der Schütze die benötigten Patronen in einem Gurt o.ä.. Herabgefallene Patronen dürfen in der Serie nicht mehr verwendet werden. Die Ringscheibenserie hat den gleichen Ablauf. Nach jedem Laden werden im Stehendanschlag beide Scheiben mit je einem Schuss beschossen. Nach sechs Schuss erfolgt die Auswertung der Ringscheiben.

LP 4.03.9

Auswertung:

Treffer: sichtbares Teil der Wurfscheibe wird abgetrennt; getroffene Scheibenanzahl der zwölf Wurfscheiben dividiert durch Zwölf ergibt Punktzahl der ersten Serie; Ringzahl der zweiten Serie (der nächsthöhere Ring ist erreicht, wenn das Schussloch zu 50 % in die­sem liegt) dividiert durch benötigte Zeit in Sekunden ergibt die Punktzahl der zweiten Serie. Sieger ist der Schütze mit der höchsten Punktzahl.

LP 4.03.10

Trefferbeobachtung:

entfällt

LP 4.03.11

Ergebnisgleichheit:

entfällt

LP 4.03.12

Störungen:

müssen während der Schießzeit behoben werden

LP 4.03.13

Waffenwechsel:

bei nicht behebbarer Störung erlaubt

 

 

 

LP 4.04

Single Action

LP 4.04.1

Waffen:

Single Action- Revolver, die vor 1900 entwickelt wurden sowie Replika
a)      Waffen für Kurzwaffenpatronen (einschl. .44-40)
b)      Kleinkaliberwaffen

LP 4.04.1.1

Kaliber:

a)      ab 9 mm
b)      .22 lfB

LP 4.04.1.2

Abzug:

dem Original entsprechend

LP 4.04.1.3

Zubehör:

Hülsenausstoßer, falls die Waffe keinen besitzt

LP 4.04.2

Schäftung:

dem Original entsprechend; Gummi- und Formgriffe sowie Fingermulden sind nicht erlaubt

LP 4.04.3

Visierung:

vorbildentsprechend, nicht verstellbar

LP 4.04.4

 

entfällt

LP 4.04.5

Munition:

vorbildentsprechend, Geschoss und Pulver beliebig, soweit zugelassen
a)      Kurzwaffenpatronen ab 9 mm Kaliber
b)      Patronen .22 lfB

LP 4.04.6

Schießentfernung:

25 m

LP 4.04.7

Scheiben:

1x bzw. 6x DSB 0.4.3.22 mit 10 cm Mindestabstand von Rand zu Rand.

LP 4.04.8

Durchführung:

Keine Probeschüsse; Wertung 18 Schuss stehend ein- bzw. zweihändig; Ausgangsstellung jeweils Fertighaltung lt. DSB- Sportordnung mit 45° gesenktem Arm; Das Spannen erfolgt erst beim Start, bei Duell nach jedem Startpfiff!
Duell(6 Schuss einhändig), eine Scheibe:
Auf Ladekommando wird die Waffe mit 6 Schuss geladen. Auf die Abfrage „Sind Sie bereit?“ erfolgt nach ca. 7 s der Startpfiff. Der Hahn wird erst jetzt mit der Schusshand gespannt. Nach drei Sekunden (Abpfiff) muss die Scheibe beschossen worden sein. Das Ganze wird bei jedem der fünf folgenden Schüsse wiederholt. Werden einer oder mehrere Schüsse zu spät abgegeben, wird die entsprechende Zahl der besten Schüsse gestrichen. Die Punktzahl ergibt sich aus der Ringzahl, durch 18 dividiert.
Schnellfeuer (2x 6 Schuss ein- oder zweihändig) 6 Scheiben:
Auf Ladekommando wird die Waffe mit 6 Schuss geladen. Auf die Abfrage „Sind Sie bereit?“ erfolgt nach ca. 7 s der Startpfiff. Der Hahn wird erst jetzt mit der linken oder rechten Hand gespannt. Danach wird jede Scheibe mit einem Schuss beschossen. Nach dem letzten Schuss wird die Schießzeit gestoppt. Die Auswertung der Scheiben und evtl. Proteste erfolgen sofort. Nach Abkleben der Treffer wird die zweite Serie ebenso geschossen. Die Ringzahl wird durch die addierten Schnellfeuer-Serienzeiten in Sekunden dividiert. Der Schütze mit der höchsten Punktzahl aus Duell- und Schnellfeuerserien ist Sieger. Die maximale Schießzeit beträgt je Serie 1 min.

LP 4.04.9

Auswertung:

Die Auswertung und evtl. Proteste erfolgen sofort nach der jeweiligen 6-Schuss-Serie. Der nächsthöhere Ring ist erreicht, wenn das Schussloch ihn sichtbar berührt. In die Western-Gesamtwertung gehen die Punktzahlen Duell und Schnellfeuer zu einem Sechstel ein.

LP 4.04.10

Trefferbeobachtung:

entfällt

LP 4.04.11

Ergebnisgleichheit:

entfällt

LP 4.04.12

Störungen:

müssen während der Schießzeit behoben werden

LP 4.04.13

Waffenwechsel:

bei nicht behebbarer Störung erlaubt.

 

Sächsischer Schützenbund e. V.
Präsidium
Leipzig, den 05.12.2003